Timmendorfer Strand - Geschichte
Spuren weisen auf eine sehr frühe Besiedlung des Gebiets um die Gemeinde Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht hin. Reste von Urnengräbern in Groß Timmendorf deuten darauf hin, dass es erste Siedlungen an dieser Stelle bereits um etwa 1000 v. Chr. Gegeben haben muss.
Niendorf, mittlerweile ein bekanntes Seeheilbad, war im späten Mittelalter ursprünglich ein Fischerdorf. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehört Niendorf zur Gemeinde Timmendorfer Strand, die außerdem aus Groß Timmendorf, Klein Timmendorf und Hemmelsdorf besteht.
Die touristischen Anfänge von Timmendorfer Strand als Seebad reichen etwa 130 Jahre zurück ins 19. Jahrhundert. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich ein lebhafter Fremdenverkehr mit Hotels, aber auch privaten Zimmern und Pensionen. Viele prominente Zeitgenossen verbrachten hier ihren Urlaub.
In den 30er Jahren wurde eine Trinkkurhalle geplant und etwas später errichtet, gleichzeitig entstand der Alte Kurpark.
Unter den Nationalsozialisten sollte ein KDF-Seebad entstehen.
Während des Krieges im Jahr 1942 fielen Teile von Niendorf einem Bombenabwurf zum Opfer.
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde vor der Küste das Schiff Cap Arcona mit mehreren tausend KZ-Häftlingen versenkt.
Zu Beginn der 50er Jahre begann der Tourismus erneut aufzublühen. Immer mehr Hotels auch der Luxusklasse entstanden und zogen vor allem die wohlhabenderen Gesellschaftsteile aus den norddeutschen Großstädten an. Timmendorfer Strand mauserte sich darüber hinaus auch zum Messe- und Kongresszentrum.
In den vergangenen Jahrzehnten wurde die touristische Infrastruktur immer weiter ausgebaut, und noch immer ist Timmendorfer Strand eins der beliebtesten Touristenzentren an der deutschen Ostseeküste.